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Dominik Steegmüller (Gesang) & Thomas Bauser (Klavier)

Am 15.03.08 fand in der Hospitalskapelle das erste Konzert unter dem Motto „Pop-Soul-Jazz“ statt.
Bereits der Vorverkauf zeigte, dass die Idee auf große Resonanz gestoßen war, denn zwei Wochen vor Konzertbeginn waren fast alle Karten ausverkauft. 90 Stühle wurden für das Konzert gestellt und restlos besetzt. Das Publikum nahm dem Ambiente entsprechend in fast ehrfürchtiger Stille den Raum ein und war gespannt auf die angepriesenen Künstler.

Nach einer kurzen Begrüßung von Bürgermeister Wilhelm Kröll und dem Organisator Stefan Reitz wartete der Abend zunächst mit einer musikalischen Überraschung auf: drei Schüler aus der Oberstufe der Melanchthon-Schule hatten gemeinsam mit Stefan Reitz am Klavier eine Eröffnungsmusik einstudiert.

Meike Lindemann (Sopran) Annegret Hoos (Alt)  und Johannes Hoos (Bass)  zeigten mit drei gesungenen Jazz- und Pop-Arrangements nicht nur, wie hervorragend sie die große musikalische Herausforderung des dreistimmigen Gesangs souverän beherrschten, sondern stimmten damit gleichsam das gesamte Publikum auf das spannend erwartete Programm meisterhaft ein. Es war eine tolle Leistung der drei jungen Musiker!

Nahtlos wie in einer perfekten Bühnenshow folgten nun Dominik Steegmüller und Thomas Bauser mit ihrem Konzertprogramm.

Der 28-jährige Sänger aus Mannheim ließ von der ersten Sekunde an spüren, welch sängerisches Multitalent er ist. In seiner Heimat besetzt er die Solopartien in Musicals und singt in professionellen Soul-, Funk- und Pop-Bands (Sarah Connor).

Seine Stimme, wie man sie von den großen Soul-Legenden kennt - gleichfalls jedoch immens dynamischer und mit fast spürbar körperlichem Timbre - wurde in dem besonderen Ambiente der Kapelle zu einem einzigartigen Erlebnis. Er fesselte das Publikum und führte es mehr und mehr in eine bass erstaunte Faszination mit seinen Interpretationen allseits bekannter Titel von Stevie Wonder, Sting und Chick Corea, aber auch von zeitgenössischer Pop-Musik. Seine Interpretationsfähigkeit und Musikalität verschmolzen zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, ein Kunstwerk, das ernsthaft nur im Moment des tatsächlichen Entstehens gewürdigt, ja genossen und gefühlt werden kann.
Thomas Bauser aus Freiburg ist nicht wenigen aus dem Publikum bereits bekannt. Als Profi-Jazzmusiker hat er in Deutschland die Klangwelten der Hammond-Orgel im Jazz wieder belebt. Seine Karriere begann er jedoch auf dem Klavier.
Seine exzellente und gefühlvolle, intuitive Art der musikalischen Begleitung bei gleichzeitiger Beibehaltung seiner unverwechselbaren musikalischen Interpretationsfähigkeit, haben ihn seit fast 20 Jahren zu einem dauerhaft begehrten  Pianisten  und Keyboarder in Profi-Bands aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz gemacht. Seine Konzerte führen ihn längst über die deutschen Grenzen hinaus bis nach Amerika und China. Bei ihm mutiert musikalische Begleitung zu eindrucksvoll Neuem, Spannendem - dezent aber mehr als überzeugend drückt er der dargebotenen Kunst seinen eigenen musikalischen Stempel auf.

Das Konzertprogramm für die Hospitalskapelle war eigens für diesen Abend zugeschnitten: es war ein ganz besonderer Liederabend: ein Klavier, ein Sänger, keine Mikrofone, keine Lautsprecher  -  nur die Musik, Piano und Gesang - eine natürlich puritane musikalische Symbiose wurde hörbar.

Ganz im Sinne unserer Idee:

- Neues in alten Räumen -

Gelungener konnte die Auftaktveranstaltung nicht sein!

 

So urteilte die lokale Presse:

"Schwalmstadt. Manchmal ist es ganz einfach, sich gut zu unterhalten: Und zwar, indem man sich einfach mal zurücklehnt und zuhört. 90 Besucher erlagen am Samstagabend in der Treysaer Hospitalskapelle dem Charme von Thomas Bauser und Dominik Steegmüller. Dabei kamen die beiden Musiker einzig mit zwei Zutaten aus: Mit Klavier und Stimme.

Pop, Soul, Jazz - unter diesem Motto stand das erste Konzert einer neuen Reihe im historischen Ambiente. Und der Auftakt war vielversprechend. Bauser und Steegmüller erlebten ein ausverkauftes Haus. Und jene, die eine Karte ergattert hatten, erlebten eine grandiose Mischung aus bekannten Pop- und Jazzstücken, aus Eigenkompositionen und unbekannten, aber nicht weniger eindringlichen, Soulklassikern. Als Appetitanreger traten drei junge Leute auf: Meike Lindemann, Annegret Hoos und Johannes Hoos sangen Jazz im perfekten Dreiklang - eine effektvolle, tolle Einstimmung.

Für Jazz-Profi Thomas Bauser aus Freiburg und den Mannheimer Sänger Dominik Steegmüller schien es ein leichtes, das Publikum um den Finger zu wickeln. Dabei war das Spiel mit der Akustik durchaus eine Herausforderung. Sie erforderte von den Musikern Gespür beim Druck in die Tasten und bei der Modulation der Stimme. Das gelang beiden jedoch so überzeugend, dass sich Gänsehaut bei den Zuhörern einstellte.

Die sakrale Stille durchbrach Steegmüller mit ungekünstelter Lässigkeit, Bauser mit spitzbübischem Charme: Beide in Jeans, in schwarzem Hemd. Der Sänger in Turnschuhen. Der Mann am Klavier in Lederschnürern. Laith Al-Deens bekannter Titel Bilder von dir interpretierte der 28-jährige Steegmüller mit facettenreicher Soulstimme. Kein Wunder, sind beide doch Mannheimer Musikerkollegen. Von Sting, der wegen eines gelb-schwarzen Sweatshirts den Spitznamen Stachel trug, adaptierte der Nachwuchskünstler Shape of my heart. Steegmüller blieb dicht an der Originalversion - ohne jedoch zur billigen Kopie zu werden. Sein Geheimnis heißt Wandlungsfähigkeit: Im Stimm- wie im Mienenspiel. Ohne Umschweife verlieh Steegmüller Soul-Klassikern von Stevie Wonder Tiefe, die Pop-Ballade Run like the wind präsentierte er schnippend. Auf Begleitung ließ sich indes Jazz-Profi Bauser nicht reduzieren. Er arrangierte leicht, aber mit Raffinesse. Das Publikum ließ beide ungern gehen: Nach zwei Zugaben plauderte man bei Wein und Käse.

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